VDA-Jugendaustausch auf einen Blick

Austauschprogramm für Schüler aus
Argentinien, Brasilien, Chile, El Salvador, Paraguay und Namibia

Seit mehr als 40 Jahren organisiert der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e. V. (VDA) einen internationalen Schüleraustausch mit Partnerorganisationen in Chile, Brasilien, Argentinien, El Salvador und Namibia. Der VDA-Jugendaustausch ermöglicht den Teilnehmern den unmittelbaren Kontakt zu Land und Leuten, zur deutschen Sprache und Kultur und vermittelt ihnen ein wirklichkeitsnahes Deutschlandbild. Als gemeinnützige Einrichtung kann der VDA diese einzigartige Erfahrung kostengünstig anbieten.

Wer nimmt am Austausch teil?

Der Austausch richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren, die in ihren Herkunftsländern deutsche Schulen besuchen und Deutsch als Fremdsprache lernen. Die Auswahl der ausländischen Bewerber erfolgt durch ihre Lehrer im Heimatland: Fundierte Deutschkenntnisse und gute schulische Leistungen sind wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme, aber auch Eigenschaften wie Aufgeschlossenheit, Selbstständigkeit und Integrationsvermögen entscheiden über die Aufnahme ins Programm.

Wie wird man Gastfamilie?

Grundsätzlich kann jede Familie in Deutschland Gastkinder aufnehmen: Die Gasteltern kommen für Unterkunft und Verpflegung auf und sorgen dafür, dass die Gastkinder eine örtliche Schule (Gymnasium oder Realschule) besuchen können. Eigene Kinder im Alter des Gastkindes sind zweifellos von Vorteil, auch ein eigenes Zimmer für die Gastkinder ist wünschenswert. Geduld, Verständnis und Zuneigung sind Voraussetzung für eine problemlose Integration der Gastschüler in die eigene Familie. Hier finden Sie alle weiteren Informationen.

Gegenseitiges Kennenlernen

Eine frühzeitige Anmeldung der Gasteltern ist wünschenswert, damit bereits vor dem Eintreffen der Schüler gegenseitiger Kontakt hergestellt werden kann. Sobald die verbindliche Anmeldung vorliegt, schlägt der VDA den Gasteltern geeignet erscheinende Schüler vor und vermittelt den ersten Kontakt. Eventuelle Hemmschwellen lassen sich so leichter abbauen.
Ein Rücktritt der Gasteltern vom Austausch aus familiären Gründen ist jederzeit möglich. Kann die weitere Unterbringung (etwa im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis) nicht vermittelt werden, übernimmt der VDA eine weitere Suche neuer Gasteltern. Ein vom Austauschschüler während des Aufenthaltes gewünschter Wechsel der Gastfamilie ist nur in Ausnahmefällen möglich und muss vorher mit dem VDA abgestimmt werden.

Einführungsseminar

Nach dem Eintreffen in Deutschland führt der VDA in der Regel ein Einführungsseminar (1 − 2 Tage) durch, um den Jugendlichen einen ersten Gesamteindruck von Deutschland zu vermitteln, der auf den Aufenthalt in der Gastfamilie vorbereitet. Während dieses Seminars werden ihnen die wichtigsten Besonderheiten und Gewohnheiten im Gastland erklärt und Verhaltensregeln mit auf den Weg gegeben.

Ist der Schulbesuch in Deutschland verpflichtend?

Während ihres Aufenthalts in Deutschland besteht für die Gastkinder Schulpflicht. Die Wahl der Klasse bzw. Kurse sollte mit dem jeweiligen Schulleiter oder Klassenleiter abgestimmt werden. Der regelmäßige Schulbesuch muss zudem am Ende des Austausches von der besuchten Gastschule bestätigt werden. Die Gasteltern werden deshalb gebeten, den Schulbesuch des Gastkindes im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu kontrollieren und dem VDA eventuelle Unregelmäßigkeiten sofort mitzuteilen.

Sind die Teilnehmer versichert?

Die Teilnehmer am Austausch erhalten über den VDA alle notwenigen Versicherungen. Im Schadensfall werden alle Versicherungsangelegenheiten mit dem Versicherer „Dr. Walter GmbH“ direkt geklärt. Alle notwendigen Unterlagen hierzu bekommen die Gastfamilien vom VDA zugesendet.

Wer trägt die Kosten des Aufenthalts?

Alle Gastschüler sind von ihren Eltern mit einem angemessenen Taschengeld ausgestattet, von dem sie ihre persönlichen Einkäufe, aber auch die Fahrten zur Schule finanzieren müssen. Die Gasteltern sollten jedoch bei der Schulen bzw. dem Schulamt nachfragen, ob eine Erstattung des Fahrgeldes zur Schule in ihrem Bundesland möglich ist. Während ihres Deutschlandaufenthaltes aber nach dem Zeitraum des Schulbesuches unternehmen die meisten Schüler eine private Rundreise auf eigene Kosten, wofür eine Genehmigung von den leiblichen Eltern bereits vor Beginn des Austausches erteilt werden muss. Wenn beide Seiten einverstanden sind, könnte diese Zeit von den Gasteltern auch zur Verwirklichung eigener Urlaubspläne gemeinsam mit dem Gastkind genutzt werden.

Was tun bei Problemen?

Andere Länder − andere Sitten. Beim Zusammentreffen verschiedener Welten und Kulturen lassen sich gewisse Reibungspunkte nicht immer gänzlich vermeiden. Um einen harmonischen Verlauf des Austausches zu gewährleisten, müssen diese rechtzeitig erkannt und ausgeräumt werden. Voraussetzung dafür ist eine gute Kommunikation zwischen Gasteltern, Gastkindern und dem VDA. Scheuen Sie sich daher nicht, den VDA von möglichen oder bereits entstandenen Problemen in Kenntnis zu setzen. Bleibt ein Gastkind der Schule fern, widersetzt es sich den Anweisungen der Gasteltern bzw. des VDA oder gerät es etwa mit den Gesetzen unseres Landes in Konflikt, muss es unter Umständen mit dem Abbruch des Aufenthaltes rechnen und ohne Anspruch auf Kostenrückerstattung die Heimreise antreten. Dieses Verfahren ist sowohl mit unseren Partnerorganisationen als auch mit den leiblichen Eltern abgesprochen.

Gegenaustausch für Kinder deutscher Gastfamilien ins Ausland

Das Jugendaustauschprogramm des VDA sieht vor, dass die Kinder der deutschen Gastfamilien zu gleichen Bedingungen in das Land ihres Gastkindes reisen können und von seiner Familie aufgenommen werden.

Dieser Gegenaustausch findet normalerweise in den deutschen Sommerferien statt und dauert in der Regel sechs bis acht Wochen. Der VDA legt den genauen Termin entsprechend der Sommerferien der Bundesländer fest und kümmert sich um die Formalitäten:
  • Buchung der Flugreisen
  • Abschluss einer Reisekranken-, Reiseunfall-, Reisehaftpflicht- und Reisegepäckversicherung
  • Betreuung der Austauschschüler im Gastland bis zur Ankunft in den Gastfamilien.
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