Über uns — der VDA stellt sich vor

Was ist der VDA?

Der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e. V. (VDA) versteht sich als kultureller Mittler zwischen den in aller Welt lebenden Deutschen und der alten Heimat, zu denen er vielfältige Kontakte unterhält. Er ist damit Ansprechpartner und Kontaktstelle zugleich für die rund 14 Millionen Auslandsdeutschen, die sich heute noch zu ihrer deutschen Kultur und Muttersprache bekennen.

Der VDA verfolgt keine parteipolitischen Ziele und ist überkonfessionell. Er hat rund 10.000 Mitglieder und Förderer in der Bundesrepublik Deutschland und im Ausland.
Die Aktivitäten des VDA umfassen vor allem:

  • Organisation eines internationalen Jugendaustauschs vorwiegend mit Chile, Brasilien, Argentinien, Paraguay, El Salvador sowie Namibia
  • Kulturelle und finanzielle Förderung auslandsdeutscher Einrichtungen, wie Schulen, Kindergärten, Bibliotheken, Altenheime, Vereine, u. a.
  • Unterstützung auslandsdeutscher Medien als Träger der deutschen Sprache und Kultur, aber auch als Bindeglied zwischen den im Ausland lebenden Deutschen
  • Begegnungsreisen zu Auslandsdeutschen sowie Veranstaltung von Kongressen, Seminaren und Vorträgen zur Verdeutlichung der Leistungen und Anliegen auslandsdeutscher Gemeinschaften
  • Herausgabe von Publikationen sowie Förderung von wissenschaftlichen Arbeiten.

Seit dem Umbruch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa ist der VDA verstärkt auch in diesen Regionen tätig. Im Auftrag der Bundesregierung führte er Projekte im kulturellen Bereich zugunsten der Russlanddeutschen durch.

Der VDA gibt zudem seit 1968 die Zeitschrift GLOBUS heraus.

Geschichte des VDA

15. August 1881
wird der "Allgemeine Deutsche Schulverein" in Berlin gegründet. Der Verein sieht sein Ziel vor allem darin, Deutsche außerhalb des Landes zu unterstützen, etwa durch die Förderung der Errichtung von Schulen und Bibliotheken, die Bereitstellung finanzieller Mittel zur Beschaffung deutschsprachiger Bücher, die Finanzierung der Anstellung von Lehrern in Auslandsschulen etc.

1890
besitzt der Verein bereits 36.000 Mitglieder, 1910 etwa 45.000, vornehmlich aus dem schulischen und akademischen Bereich. Bedeutende Mitglieder und Förderer sind etwa der Rechtswissenschaftler, Historiker und Schriftsteller Felix Dahn, der Sozialhistoriker Otto Hintze sowie der Historiker und Nobelpreisträger Theodor Mommsen.

1908 erfolgt die Umbenennung in "Verein für das Deutschtum im Ausland, Schulverein e. V. (VDA)“ Während des Ersten Weltkrieges leistet der VDA in Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz wertvolle Flüchtlingsbetreuungsarbeit. 1916 ist der Verein maßgeblich an der Gründung des "Deutschen Ausland-Institutes" (DAI), dem heutigen Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart (ifa), beteiligt.
In der Zeit der Weimarer Republik entfaltet der VDA eine kaum für möglich gehaltene Breitenwirkung. Immer mehr Menschen wollen die Deutschen – vor allem in den nach dem Ersten Weltkrieg von Deutschland abgetrennten Gebieten aber auch darüber hinaus – ideell und materiell unterstützen.
Bis 1930 steigt die Zahl der Vereinsmitglieder auf über zwei Millionen, unter anderem gehören dem Verein 7.000 Erwachsenen- und 11.000 Schülergruppen an: Damit entwickelt sich der VDA zu einem wahren "Volksverein".

1933 wird der VDA dem Zeitgeist entsprechend in "Volksbund für das Deutschtum im Ausland" umbenannt. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten kann der VDA zunächst an seinem satzungsgemäßen Auftrag zur Unterstützung der Deutschen im Ausland und zur Förderung der deutschen Sprache und Kultur festhalten. Mehr und mehr wird er jedoch seiner Zuständigkeiten beraubt, 1938 schließlich als eine der letzten privaten Organisationen gleichgeschaltet und der sogenannten "Volksdeutschen Mittelstelle" unterstellt.

1955 wird der VDA in München unter der Ägide des damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner (SPD) durch maßgebliche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Vertreter von Kirche, Wirtschaft, Politik und Gewerkschaft wiederbegründet.

1970 erfolgt die Umbenennung in "VDA — Gesellschaft für deutsche Kulturbeziehungen im Ausland".

1981 Auf dem Jubiläumskongress anlässlich seines 100-jährigen Bestehens nimmt der VDA wieder seinen alten Namen "Verein für das Deutschtum im Ausland e.V. (VDA)“ an.

1989 führt der VDA in Bonn einen Kongress unter dem Motto "Eine Zukunft für die Deutschen in Südost- und Osteuropa schaffen" durch. Daran nehmen erstmals auch Vertreter der Deutschen aus der damaligen Sowjetunion teil.

1990 wird der VDA von der Bundesregierung mit der Durchführung kultureller Fördermaßnahmen zugunsten der Russlanddeutschen beauftragt.

1998 wird bei der Mitgliederversammlung eine Änderung des Vereinsnamens in "Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e. V. (VDA)" beschlossen.

2006 findet ein großer Festakt anlässlich des 125-jährigen Bestehens des VDA im Sudetendeutschen Haus in München statt.

2010 haben der "Verein Deutsche Sprache (VDS) " und der VDA nach der Unterschriftenübergabe aus der Initiative "Deutsch ins Grundgesetz“ an Bundestagspräsident Prof. Dr. Norbert Lammert am 26. November 2010 folgende gemeinsame Online-Petition an den Deutschen Bundestag (www.bundestag.de) gerichtet: "Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die deutsche Sprache als Landessprache im Grundgesetz festgeschrieben wird. Der Verein Deutsche Sprache e.V. (VDS) und der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA) schlagen eine Ergänzung des Artikels 22 des Grundgesetzes um folgenden Satz vor: "Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch."

2011 besteht der VDA seit 130 Jahren. Aus diesem Anlass findet eine Festveranstaltung in Berlin statt. Die vielbeachtete Festrede hält der Altbischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, Prof. D. Dr. Christoph Klein.

2012 Vorstellung des vom VDA finanziell unterstützten "Handbuchs der deutschsprachigen Presse im Ausland“ am 21. November in Berlin.

Dr. Tammo Luther VDA-Vorstandsmitglied Im Januar 2013